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Inserat-Fotos, die verkaufen: Licht, Reihenfolge und der Mut zur Mängel-Nahaufnahme

Aktualisiert am 4. Juli 2026 · 2 Min. Lesezeit

Zwischen zwei identischen Artikeln gewinnt immer der mit den besseren Fotos – oft sogar zu einem höheren Preis. Dafür braucht es kein Studio: Ein Smartphone, Tageslicht und zehn Minuten Sorgfalt genügen. Entscheidend ist, was du zeigst und in welcher Reihenfolge.

Licht und Hintergrund: die zwei Hebel

  • Tageslicht schlägt jede Lampe: bewölkter Himmel oder indirektes Licht am Fenster ist ideal; pralle Sonne erzeugt harte Schatten.
  • Blitz aus – er macht Flecken unsichtbar und Oberflächen unnatürlich.
  • Ruhiger, neutraler Hintergrund: graue Wand, Holztisch, Betonboden. Wäschekorb und Küchenchaos kosten bares Geld.
  • Der Artikel ist sauber und komplett montiert – Putzen vor dem Fotografieren ist die rentabelste Minute des ganzen Verkaufs.

Das Hauptfoto: formatfüllend und eindeutig

Das erste Bild erscheint in den Suchergebnissen – es entscheidet über den Klick. Zeige den ganzen Artikel formatfüllend, leicht schräg von vorne (das wirkt plastischer als frontal), ohne Zubehör-Wirrwarr daneben. Querformat nutzt die Vorschaufläche am besten.

Die richtige Reihenfolge für 8 bis 12 Bilder

  • 1. Gesamtansicht schräg vorne (Hauptfoto)
  • 2.–3. Gesamtansichten von der Seite und hinten
  • 4.–6. Funktionsdetails: Anschlüsse, Bedienelemente, Typenschild oder Etikette mit Modell und Grösse
  • 7.–8. Zubehör und Lieferumfang auf einem Bild versammelt
  • 9.–10. Nahaufnahmen der Gebrauchsspuren und Mängel
  • 11.–12. Grössenreferenz (Massband am Objekt) oder der Artikel im Einsatz

Warum du Mängel gross fotografieren solltest

Der Kratzer, den du zeigst, ist ein Verkaufsargument – der Kratzer, den der Käufer bei der Übergabe entdeckt, ist ein Streitfall. Ehrliche Mängelfotos filtern die falschen Interessenten, senken die Rückfragen und geben dir in der Verhandlung die Kontrolle: Der Preis berücksichtigt den Zustand bereits sichtbar.

Was nicht ins Bild gehört

  • Fremd- oder Katalogbilder: Sie sind urheberrechtlich heikel, auf shopitnow unerwünscht und für Käufer ein bekanntes Betrugssignal.
  • Seriennummern, IMEI, Rahmennummern: im Foto unkenntlich machen und erst dem Käufer bei der Übergabe zeigen.
  • Persönliches: Adressen auf Etiketten, Autokennzeichen, Personen im Spiegel.
  • Starke Filter oder Beautify-Effekte – Farbtreue schlägt Hochglanz, denn Enttäuschung bei der Übergabe platzt den Verkauf.

Bonus: der Titel zum Foto

Titel und Hauptfoto arbeiten zusammen. Die bewährte Titel-Formel: Marke + Modell + wichtigste Eigenschaft + Zustand oder Grösse. Also «Makita DHP481 Akku-Schlagbohrschrauber 18V, 2 Akkus, sehr gut» statt «Bohrmaschine günstig». Schreibe, wonach Käufer suchen – nicht, was du empfindest.

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